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16. Juni 2017

3 Fragen an Kurt Klaus zur IWC Da Vinci Kollektion 2017

Fast zeitgleich zum Eintreffen der ersten neuen IWC Da Vinci Modelle in unserer Boutique an der Freie Strasse 101, die erstmals auf der SIHH 2017 vorgestellt wurden, durften wir mit Kurt Klaus über die neue Kollektion, "seinen" ewigen Kalender und natürlich auch die klassisch-runde Gehäuseform sprechen.

Kurt Klaus ist über 80 Jahre alt und gilt als Legende im Kreise der Liebhaber von mechanischen Uhren. Seit mehr als 50 Jahren arbeitet er für IWC und konstruierte u.A. den einfach über die Krone zu bedienenden ewigen Kalender sowie die Mondphasenanzeige, die ohne Korrekturdrücker auskommt. Seit er in den Ruhestand getreten ist, reist er als Markenbotschafter für IWC um die Welt und begeistert Uhrenliebhaber mit seinen sachkundigen Erfahrungen und Hintergrundinformationen. 

— Entwurfszeichnung der Da Vinci 3750.

Mezger: Vor 32 Jahren lancierte IWC die Da Vinci Ewiger Kalender mit dem von Ihnen konstruierten ersten autonomen ewigen Kalendarium. Mit dieser Erfindung haben Sie massgeblich zum Aufschwung der Firma IWC, damals noch unter Günter Blümlein, beigetragen. Wie wichtig ist Ihnen nun die Rückkehr zur runden Gehäuseform der Da Vinci von damals?

Kurt Klaus: Die Da Vinci von 1985 mit ihrer runden Gehäuseform war ein unglaublicher Erfolg und hatte sich als Uhrenikone etabliert - in einer Zeit, da die mechanische Uhr erst wieder an Stellenwert gewinnen musste. Dass wir nun zur runden Gehäuseform zurückkehren, ist ein Bekenntnis zu den klassischen Formen, für die IWC steht.

Es ist sozusagen eine Rückkehr zum Original, aber gleichzeitig eine Weiterentwicklung in technischer Hinsicht. Zwei Zeitmesser, die Da Vinci Perpetual Calendar Chronograph und die Da Vinci Tourbillon Rétrograde Chronograph, sind mit neuen, innovativen Manufakturkalibern ausgestattet. Ich trage die "neue Da Vinci" daher mit grossem Stolz und Freude an meinem Arm. 

Mezger: Die Modelle Da Vinci Automatic, Da Vinci Automatic 36 und Da Vinci Automatic Moon Phase 36 überzeugen mit ihrem klassisch-klaren Design und tragen dabei die unverwechselbare Handschrift von IWC. Auf dem Uhrenboden dieser Modelle ist ein geometrisches Muster eingraviert, die sogenannte "Blume des Lebens". Was bedeutet Natur für Sie?

Kurt Klaus: Die "Blume des Lebens" ist eine geometrische Figur, die von Leonardo da Vinci immer wieder gezeichnet wurde. Sie widerspiegelt seine unermüdliche Suche nach den mathematischen Regeln für Schönheit und Proportion.

Auch für mich hat die Natur eine ganz besondere Bedeutung: Während meiner täglichen ausgedehnten Spaziergänge mit meinen Hunden war ich in Gedanken oft bei meiner Arbeit. Dabei lernte ich viel von den Wundern und der Schönheit der Natur, die sich einem offenbaren. Viele Ideen kamen mir, während ich draussen in der Natur unterwegs war.

Mezger: Die neue Da Vinci-Kollektion beinhaltet eine ganze Reihe von Modellen, die eigens auf Damen zugeschnitten sind. Lange Zeit war IWC allerdings nur "Engineered for men" - freut es Sie, dass nun wieder beide Geschlechter mit der neuen, weiterentwickelten Da Vinci-Kollektion angesprochen werden? Die ursprüngliche Da Vinci war bei Damen ja sehr beliebt ...

Kurt Klaus: Die Herstellung von Damenuhren reicht in Schaffhausen bis in die Gründerzeit des Unternehmens zurück. In den 1960er- und 1970er-Jahren produzierte IWC sehr viele Damenuhren, ausschliesslich mit eigenen Manufakturwerken, die ich mitentwickelt habe. Ich freue mich sehr, dass diese Tradition wieder aufgenommen wird und dass mit der Da Vinci Automatic 36 und der Da Vinci Automatic Moon Phase 36 ausgewählte Modelle speziell für Damen entworfen wurden - teilweise mit Diamanten besetzt und mit entsprechenden Accessoires, wie farbigen Armbändern.